Freie und
Hansestadt Hamburg
Bezirksversammlung Altona
Drucksache XVI/Nr.
20.2.2003
Anfrage der
SPD-Fraktion
Das im Mai 2002 in Kraft getretene Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen legt den Anspruch auf barrierefreien Zugang zum öffentlichen Raum für alle als gesetzlichen Auftrag fest. Die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung soll in allen Bereichen beseitigt werden und es soll ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.
Wenn
Hamburg Austragungsort für die Olympischen Spiele 2012 werden sollte, ist damit
zu rechnen, dass anschließend auch die „Paralympics“ hier stattfinden
werden – spätestens dann müssen die gesetzlichen Forderungen umgesetzt
worden sein – für die Bewerbung wäre es jedoch unzweifelhaft von Vorteil,
wenn Hamburg schon jetzt weitgehend behindertengerecht wäre.
Der
Rat der Europäischen Union das Jahr 2003 zum Europäischen Jahr der Menschen
mit Behinderungen ausgerufen. Dies sollte der letzte Anstoß sein, zu überprüfen,
ob im Bezirk Altona alles getan wird, um Menschen mit Behinderungen gerecht zu
werden.
Wir
fragen deswegen das Bezirksamt, wie weit im Bezirk Altona dem
Gleichstellungsgesetz Rechnung getragen wurde:
1. Ist das Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderungen in Altona umgesetzt?
2.
So weit
dies nicht der Fall ist, welche Maßnahmen werden ergriffen, um es umzusetzen?
3.
Welcher
Zeitrahmen ist für die Umsetzung vorgesehen?
4.
Welche
S-Bahnstationen im Bezirk sind behindertengerecht ausgebaut?
5.
Wenn
S-Bahnstationen nicht behindertengerecht sind, was wird getan, um dies zu
erreichen?
6.
Wird
entsprechend auf den HVV hingewirkt, die S-Bahn-Stationen im Bezirk
behindertengerecht auszubauen?
7.
Sind im
Bezirk Altona alle Busse des ÖPNV für Rollstuhlfahrer nutzbar?
8.
Wenn
nein, warum nicht und was wird getan, um dies zu erreichen? Wird entsprechend
auf die den Hamburger Verkehrsverbund hingewirkt,
den behindertengerechten Ausbau des ÖPNV vordringlich voranzutreiben?
9.
Sind die
Zugänge zu allen öffentlichen Gebäuden rollstuhlgerecht?
10.
Wenn
nein, bis wann soll dies erreicht sein?
11.
Sind
ausreichend Orientierungshilfen für Sehbehinderte im öffentlichen Raum
vorhanden?
12. Wenn nein, bis wann sollen ausreichende Orientierungshilfen im öffentlichen Raum vorhanden sein?