Freie und
Hansestadt Hamburg
Bezirksversammlung Altona
12.12.2002
Anfrage
der SPD-Fraktion
Nachdem bereits 1989/90 die bezirklichen Gremien das Projekt
als solches begrüßt haben, ergab sich im weiteren Verlauf der Suche nach einem
Betreiber das Problem, dass der von allen gewünschte Träger (BDF) aufgrund von
Eigenkapitalmangel das Projekt nicht realisieren konnte. Die HaGG sprang zu
diesem Zeitpunkt als Bauherr ein und ist bis heute Eigentümer des Gebäudes.
Die Bezirksversammlung Altona hat mit der einstimmig
beschlossenen Drs. XV/Nr. 482 das Auswahl- und Vergabeverfahren durch die
damalige BSJB an einen Nachfolgeträger als vollkommen intransparent und ohne
formelle Beteiligung der bezirklichen Gremien ergangen kritisiert. Insbesondere
wurde in bezirklichen Ausschüssen anschließend gerügt, dass es keine formale
Ausschreibung des Projektes gegeben hat. Ebenso wurde von Seiten des Bezirks auf
die mangelnde Sorgfalt bei der Erstellung und Überprüfung des Businessplans
durch die BSJB hingewiesen. Das Ergebnis zeigt, wie fatal diese
Sorgfaltsverletzung war: der so ausgewählte Träger musste im Jahre 2002
Insolvenz anmelden.
Die Fachbehörden haben daraus jedoch nicht gelernt. Wieder
wurde jetzt ein Betreiber des Jugendgästehauses vorgestellt, ohne dass im
Vorwege die bezirklichen Gremien beteiligt wurden. Im Sanierungsausschuss vom
09.12.2002 berichtete der Vertreter der HaGG, dass diese sich mit den
beteiligten Fachbehörden aus Mangel an Bewerbern auf den neuen Träger verständigt
habe.
Vor diesem Hintergrund fragt die SPD-Fraktion den
Bezirksamtsleiter:
Wenn
ja, von welcher Dienststelle?
Wenn
nein, warum nicht?
Wenn
ja, wie viele und welche Interessenten haben sich daraufhin gemeldet?
Wenn
nein, warum nicht?
Liegt
dieser/dieses dem Bezirksamt Altona vor?
Wenn
nein, warum nicht?
Wie
hoch sind die Kosten für die Umbauten?